Märkischer Kreis

Karriere startet in der Achten

Wenn so viele prominente Führungskräfte aus den Wirtschaftsverbänden, dem Handwerk, der Bundesagenturf für Arbeit und dem Märkischen Kreis zusammenkommen, dann liegt etwas ganz Besonderes in der Luft. So war es dann auch am Depot der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) an der Osemundstraße in Iserlohn. Der Märkischer Arbeitgeberverband Iserlohn, die SIHK zu Hagen, der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Lüdenscheid, die Kreishandwerkerschaft, die Bundesagentur für Arbeit Iserlohn, die Märkische Verkehrsgesell-schaft GmbH und der Märkische Kreis haben gemeinsam die Kampagne „Karriere startet in der Achten!“ offiziell freigegeben. Ziel ist es den Bekanntheitsgrad der Berufsfelderkundung im Märkischen Kreis zu steigern und Unternehmen für die Bereitstellung von Plätzen zu gewinnen.

Neben den bewährten Akquisewegen wie Anschreiben, Informationsveranstaltungen und Medienarbeit wird jetzt auch per Buswerbung ein neuer Weg beschritten. „Hier kommt der Anschlussbus“ steht in großen Lettern auf dem MVG-Fahrzeug. Die breite Öffentlichkeit im Märkischen Kreis wird so quasi auf der Straße angesprochen und der Begriff Berufsfelderkundung soll sich in den Köpfen der Menschen verankern. Alle Beteiligten stellten hierfür zusammen einen annähernd fünfstelligen Geldbetrag zur Verfügung. Für die im Mai beginnende und bis Ende Juni dauernde, jeweils dreitägige Berufsfelderkundung haben sich bisher bereits 24 von 48 Schulen mit insgesamt 2.250 Jugendlichen gemeldet. Auf der Internetseite www.berufsfelderkundung-mk.de. Können die Unternehmen sich und ihre Angebote darstellen und die Schülerinnen und Schüler erste Kontakte aufnehmen. Aktuell sind 289 Unternehmen dort eingestellt.

Schülerinnen und Schüler aller Schulformen absolvieren in der achten Klasse drei Berufsfelderkundungstage in drei unterschiedlichen Unternehmen, Verwaltungen, Praxen, Kanzleien und sozialen Einrichtung. Sie sollen sich so frühzeitig mit ihrer Berufswahl auseinandersetzen und eine realistische Perspektive entwickeln. Unternehmen erhalten durch die Berufsfelderkundungstage die Möglichkeit ihre Branche und ihr Unternehmen als Ausbildungsbetrieb vorzustellen und für sich zu werben.

Dieses neue Element in der Berufs- und Studienorientierung an Schulen dient somit langfristig auch der Fachkräftesicherung für die Region MK. Die Berufsfelderkundung ist ein Standardelement der Landesinitiative „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss Übergang Schule-Beruf in NRW“, die im Märkischen Kreis seit 2013 schrittweise umgesetzt wird.

Mehr Interessenten für die betriebliche Ausbildung erhoffen sich Hauptgeschäftsführer Dirk Jedan von der Kreishandwerkerschaft Märkischer Kreis sowie Werner Sülberg, Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes. Beide sprachen sich dafür aus, die duale Ausbildung weiter zu stärken. „Wir müssen da noch mehr Schub reinbekommen“, so Werner Sülberg. Immerhin seien 53 Prozent aller Arbeitsplätze im Märkischen Kreis im Verarbeitenden Gewerbe vorhanden. „Und diese Betriebe brauchen Nachwuchs.“

Wie wichtig das Thema Facharbeiter- und Auszubildenden-Gewinnung ist, belegt die Tatsache, dass sich alle Wirtschaftsorganisationen der Kampagne angeschlossen haben. „Der Bus ist Teil einer Gesamtkampagne. Aber auch die Organisationen und unsere Mitgliedsfirmen müssen ihre Hausaufgaben machen“, forderte Werner Sülberg.

 

Presseinformation: Pressestelle des Märkischen Kreises